Wie meine Corona-Infektion verlief

Auch Heilpraktikerinnen sind nicht dagegen gefeit: Am Montag nach dem Adventswochenende hatte ich nur einen routinemäßigen Corona-Test machen wollen, doch der war zu meiner Überraschung positiv. Obwohl ich doppelt geimpft bin und keine besonderen Beschwerden hatte. Zwei weitere Tests zur Sicherheit bekräftigten das positive Ergebnis. So lernte ich mal die andere Seite kennen: Seit einigen Monaten arbeite ich in der Teststation der St. Rochus-Apotheke in Steinheim. Bis jetzt waren es für mich immer die Personen auf der anderen Seite, die ggf. ein positives Ergebnis haben. Jetzt bin ich es. 

Wie geht es nun weiter?

Die Apotheke meldet die positiven Ergebnisse an das Gesundheitsamt. Ich bin also erstmal betrübt nach Hause geschlichen, habe mir überlegt, mit wem ich in den letzten zwei Tagen Kontakt hatte und alle gebeten einen Test zu machen. Alle Termine für diese Woche habe ich schon mal sicherheitshalber abgesagt. Nach ca. 3 Stunden meldete sich eine sehr nette, junge, männliche Stimme vom Gesundheitsamt Höxter am Telefon. Er klärte mich darüber auf, dass ich mir so schnell wie möglich einen Termin für einen PCR-Test zur Bestätigung des Ergebnisses holen soll und schlug dabei als Teststelle die St. Rochus-Apotheke vor. Klar, wo sonst? 😉 Ich habe also in der Apotheke angerufen und für den nächsten Tag um 7:30 Uhr einen Termin bekommen. Sollte der Test positiv sein, habe ich als Geimpfte die Möglichkeit meine Quarantäne zu verkürzen. Sobald ich einen negativen Test vorweisen kann, bin ich aus der Nummer raus. So jedenfalls der Plan…

Exkurs: Was ist der Unterschied zwischen einem Selbsttest, einem kostenlosen Schnelltest in der Teststelle und einem PCR-Test?

Mit einem Selbsttest kann man sich von Zuhause aus einfach und unkompliziert selber testen. Das geschieht über die Nase. Beim Kauf sollte man auf eine gute Qualität achten und unbedingt der Gebrauchsanweisung folgen, sonst ist der Test wertlos. 

Der kostenlose Schnelltest, den man an einer Teststelle z.B. Apotheke, Pflegeeinrichtung oder Schule vornehmen lassen kann, heißt so, weil man ihn vor Ort auswerten kann. Das Testergebnis ist schon nach wenigen Minuten sichtbar. Durchgeführt werden kann er über die Nase oder als Rachenabstrich von medizinisch geschultem Personal.

Beide Tests – also der Selbsttest und der Schnelltest in einer Teststelle – sind sogenannte Antigen-Tests. Dabei werden ggf. Eiweißstrukturen von SARS-CoV-2 nachgewiesen. Sollten die sich in der Probe befinden, reagieren sie mit dem Teststreifen.

Der PCR-Test wird an Teststellen durchgeführt, die beim Gesundheitsamt aufgelistet sind. Der Abstrich erfolgt über Nase und Rachen durch medizinisches Personal und wird in speziellen Laboren ausgewertet. Das dauert ca. 24 Stunden. Wenn es keine Anweisung vom Gesundheitsamt gibt, ist er kostenpflichtig. Während beim Selbst- oder Schnelltest Fehler bei der Auswertung auftreten können, hat der PCR-Test eine hohe Verlässlichkeit. Bei ihm wird das Erbmaterial der Viren vervielfältigt, deshalb können sie schon in geringen Mengen nachgewiesen werden.

Am nächsten Morgen stand ich pünktlich vor der Teststation, hatte jedoch die Karte von meiner Krankenkasse vergessen. Zum Glück habe ich es nicht weit, also noch mal nach Hause und ein neuer Versuch. Beim zweiten Anlauf wunderte ich mich, wie viele Personen sich für einen PCR-Test angemeldet hatten. Ganze Familien, die zum Ende der Quarantäne einen negativen Test nachweisen mussten, um wieder in die Freiheit entlassen zu werden, Urlauber und sogar Kinder. Ich reihte mich also in die Schlange ein, ließ meine Gesundheitskarte einlesen und mich testen. Zur Belohnung bekam ich ein Schreiben mit weiteren Anweisungen des Gesundheitsamtes mit. Der unkomplizierteste Weg ist die Mitteilung mittels eines QR-Codes über die Corona-Warn-App. Die hatte ich sowieso schon für den digitalen Impfausweis auf meinem Smartphone installiert, scannte meinen Code und bekam die Antwort, dass noch kein Testergebnis vorliegt. Logisch, der Test war ja noch nicht mal im Labor.

Während ich gestern nur leichte Erkältungserscheinungen hatte, wurden diese im Laufe des Tages stärker. Besonders Hustenanfälle machten mir zu schaffen und eine konstante leichte Übelkeit, die ich auch schon am Wochenende verspürt hatte. Die hatte ich jedoch nicht auf Corona zurückgeführt, sondern auf den Glühwein vom Weihnachtsmarkt. Das beste Hausmittel gegen Erkältung - mit oder ohne Übelkeit - ist Ingwertee. Dazu einfach 1-2 Scheiben einer Ingwerwurzel mit kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und mehrmals am Tag eine Tasse davon trinken. 

Das Ergebnis über die Corona-Warn-App kam nicht. Dafür rief mich das Gesundheitsamt am Mittwoch gegen Mittag an. Diesmal die Stimme einer freundlichen weiblichen Mitarbeiterin. Sie teilte mir mit, dass ich positiv bin und mit einem CT-Wert von 17,4 als hoch infektiös gelte. Weil ich außerdem noch klassische Symptome einer Corona-Infektion aufweise, wurde meine Quarantäne bis zum 28.12., also auf 14 Tage, festgelegt. Aus der Traum vom vorzeitigen frei testen! Am Tag vor Ablauf der Quarantäne muss ich einen PCR-Test machen. Sobald das Ergebnis dem Gesundheitsamt vorliegt - und es negativ ist - werde ich angerufen und offiziell aus der Quarantäne entlassen. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg und ein einsames Weihnachten liegt dazwischen. Ich war frustriert…

Exkurs: Was ist der CT-Wert?

Der PCR-Test wird in einem speziellen Labor ausgewertet. Dort wird der CT-Wert bestimmt. Dieser gibt die Anzahl der Messzyklen an, die man benötigt, um eine Infektion mit dem Coronavirus nachweisen zu können. Also je weniger Messungen benötigt werden, desto infektiöser ist man. Hat man einen hohen CT-Wert, gilt man als weniger infektiös, weil mehr Messzyklen durchgeführt werden müssen, bis das Virus nachgewiesen werden kann.

Was sagt mir also mein CT-Wert von 17,4? 

Um als nicht mehr infektiös zu gelten, muss man einen CT-Wert von über 30 erreichen. Es ist also möglich, dass man zwar Corona positiv getestet wurde, aber als nicht ansteckend gilt, wenn man einen CT-Wert von über 30 aufweist. Mit meinem Wert von 17,4 gelte ich somit als hoch infektiös.

Aber: Nicht nur der CT-Wert ist ausschlaggebend für die Infektiosität, auch die Virusvariante spielt eine Rolle.

Kurze Zeit später kam per SMS ein ca. 20 Punkte umfassender Anamnesebogen vom Gesundheitsamt mit Fragen zu den Umständen, die ggf. zur Infektion geführt haben und der Kontaktpersonen. Sowie weiterer persönlicher Angaben. Ich füllte alles gewissenhaft aus und drückte anschließend den `Senden-Button´. Als Antwort bekam ich die Mitteilung, dass die Übermittlung fehlgeschlagen sei. Zum Glück waren meine Angaben noch gespeichert. Ich versuchte es noch einige Male, doch jedes Mal mit dem gleichen Ergebnis. Irgendwann gab ich auf und rief die nette Dame vom Gesundheitsamt an. Es stellte sich heraus, dass das Anti-Virus-Programm des Gesundheitsamtes aus Sicherheitsgründen die Antwortfunktion gesperrt hatte. So beantwortete ich die Fragen mündlich und wir hatten nebenbei eine nette Unterhaltung. Abschließend versprach sie, sich regelmäßig bei mir zu melden, um sich nach meinem Befinden zu erkundigen oder Fragen zu beantworten.

Was mich interessiert hätte, wäre die Variante, die ich mir eingefangen habe. Aber darüber lagen dem Gesundheitsamt (noch) keine Informationen vor. Alle Kontakte, die ich am Wochenende vor meinem positiven Test am Montag hatte, haben sich mittlerweile testen lassen, waren negativ und blieben es bisher auch. Sie konnten sich also weder bei mir angesteckt haben, noch waren wir einer gemeinsamen Ansteckungsquelle ausgesetzt. Oder hatten wir doch alle eine gemeinsame Ansteckungsquelle und nur bei mir hat der Impfschutz nicht mehr ausgereicht? Weil alle meine Kontakte geimpft waren, brauchte zum Glück niemand in Quarantäne, auch mein Mann nicht.

In Ermangelung von Alternativen beschloss ich Donnerstag mich mal im Haushalt nützlich zu machen. Also zog ich die Bettwäsche ab, stopfte sie in die Waschmaschine und sprühte die Matratzen großzügig mit einem Hygienespray ein. Normalerweise flüchte ich danach mit Schnappatmung aus dem Schlafzimmer. Nichts! Ich betrachtete die Flasche, weil ich dachte ich hätte eine falsche erwischt. Schnupperte dran, kein Geruch! Panisch rannte ich in die Küche und steckte den Kopf in die Kaffeedose. Wieder nichts! Ich konnte noch nicht mal die frischen Kaffeebohnen riechen! Der Klassiker - spätestens jetzt wäre mir auch ohne Testung klar gewesen, dass ich Corona habe und keine normale Erkältung. Auch mein morgentlicher Ingwertee schmeckte wie Wasser. Das war mir schon gestern aufgefallen, ich hatte es aber darauf geschoben, dass die Wurzel vielleicht nicht mehr frisch genug ist. Mein geliebtes Müsli schmeckte wie eingeweichte Sägespäne und nach wenigen Löffeln habe ich es angeekelt weggekippt. Auf der Suche nach geschmacklich intensiveren Alternativen entschied ich mich für eine Mandarine und ein Marzipanbrot, dazu einen großen Latte Macchiato mit Hafermilch. Die Mandarine schmeckte frisch und süßlich, mehr aber nicht. Hätte ich nicht gewusst, dass es eine Mandarine ist, hätte es auch jedes andere Obst sein können. Das Marzipanbrot war eine fiese weiche Masse im Mund, süßlich aber auch mit einem leicht bitteren Beigeschmack, ebenso der Latte Macchiato. 

Zu meiner Überraschung lag am Abend Post vom Ordnungsamt der Stadt Steinheim in unserem Briefkasten. Darin wurde ich darüber aufgeklärt, dass ich mich unverzüglich in Quarantäne zu begeben habe, wie lange diese dauert und welche Auflagen es außerdem zu beachten gibt. Bei Fragen soll ich mich an das Gesundheitsamt wenden. Das alles in epischer Breite und mit Paragraphen ausgeschmückt. Klingt alles etwas einschüchternd, aber das kriege ich hin. 😉

Schon am Freitag ging es aufwärts. Der Husten war viel besser und auch die leichte Übelkeit. Dafür hatte ich den ganzen Tag großen Durst. Egal – dagegen kann man ja Wasser trinken. Beschwingt schnappte ich mir den Staubsauger und machte mich ans Werk. Meine Putzfee durfte nämlich leider auch keinen Fuß in unseren Haushalt setzen. Möglicherweise zeigten meine pflanzlichen und homöopathischen Mittel schon ihre Wirkung. Ausreichend Vitamin C und D nehme ich sowieso täglich ein, die sind jetzt besonders wichtig. Unterstützend kann man noch Zink und einige pflanzliche sowie homöopathische Mittel einsetzen. Nachts habe ich zusätzlich einen Hustenblocker und Ibuprofen eingenommen, um besser schlafen zu können.

Exkurs: Mit welchen Mitteln kann ich eine Corona-Infektion unterstützen?

Hier liste ich einige Mittel auf, die ganz allgemein bei einer Grippe hilfreich sein können. Dabei werden nicht alle auf einmal eingesetzt. Am besten sucht man sich entsprechend seiner Symptome das Passende aus.

Vitamin C

Eine gute Versorgung mit Vitamin C ist wichtig für das Immunsystem. Da man es nicht überdosieren kann, ist eine tägliche zusätzliche Einnahme sinnvoll. Zur Prävention einer Grippe täglich 500 - 1.000 mg pro Tag.

Vitamin D

Inzwischen gibt es Studien, die einen Zusammenhang zwischen einer schlechten Versorgung mit Vitamin D und einem schweren Krankheitsverlauf mit SARS-CoV-2 aufzeigen. Eine Supplementierung ist deshalb sinnvoll. Wer unsicher ist, kann seinen Vitamin-D-Status vorher prüfen lassen.

Zink

Hochdosiertes Zink (75 mg) lässt Erkältungen schneller abklingen, weil es die Anzahl der Immunzellen steigert. Außerdem soll es die Anheftung von Viren an die Schleimhäute behindern.

Hustensäfte, -tropfen oder -tabletten

Die gibt es auch pflanzlich z.B. mit Efeu, Thymian oder Spitzwegerich

Hustenstiller gegen Hustenreiz

Hustenlöser gegen Schleimansammlungen

Bei starkem Reizhusten würde ich, vor allen Dingen für nachts, einen Hustenblocker wie z.B. Silomat empfehlen.

Lasst euch in der Apotheke beraten

Evtl. ein Nasenspray, falls die Nase zu sitzt, damit es nicht zu Ohrenschmerzen kommt. Ebenfalls in der Apotheke beraten lassen.

Grapefruitkernextrakt mit Bioflavonoiden (sekundären Pflanzenstoffen) zur Unterstützung des Immunsystems. Hilfreich gegen Viren, Bakterien und Pilzen (kann man auch sehr gut vorbeugend einnehmen)

Cistus = Zistrose

Cistustee kann hilfreich sein bei Erkältung, Atemwegserkrankungen, grippalen Infekten und Durchfall (ebenfalls auch gut zur Vorbeugung ca. 2-3 Tassen pro Tag)

Kurkuma und Ingwer 

Wirken beide entzündungshemmend, hilfreich gegen Magen- Darmbeschwerden und gegen Erkältungsviren

Symbioflor 1

Enthält probiotische Bakterien, die über den Darm auf das Immunsystem und die körpereigene Abwehr wirken. Hilfreich bei wiederkehrenden Infektionen der unteren und oberen Atemwege. Wird bereits vorbeugend als Kur über 6 Monate eingenommen.

Homöopathische Mittel

gibt es in großer Auswahl und die meisten sind gut. Lasst euch einfach in der Apotheke beraten. Hier sind ein paar Beispiele für sogenannte `Komplexmittel´, die mehrere Beschwerden abdecken:

Metafackler (Metatussolvent bei Husten, Metavirulent bei grippalem Infekt)

Dreluso (Sinuselect N bei Nasennebenhöhlenentzündung, Bronchiselect bei Bronchitis, Toxiselect bei grippalem Infekt)

Heel (Gripp-Heel, Erkältungstropfen Heel, Husteel, für Kinder Bronchobini, Euphorbium Nasenspray)

Ibuprofen bei Kopf- und Gliederschmerzen, vor allen Dingen auch für nachts

In den nächsten Tagen ging es mir immer besser, nur riechen konnte ich weiterhin nichts und das Schmecken war ungewöhnlich. Zwar konnte ich süß, salzig, bitter und sauer unterscheiden, aber keine Gewürze. So schmeckte eine Pizza nur salzig oder die Schoki aus dem Adventskalender nur süß ohne Unterscheidung der Sorten.

Dienstag teilte mir meine Schwägerin mit, dass sie ebenfalls positiv auf Corona getestet worden ist. Ich machte mir Sorgen, ob ich sie angesteckt haben könnte. Wir waren am Samstag vor meiner Infektion zusammen auf dem Weihnachtsmarkt gewesen. Aber das war mittlerweile 10 Tage her und von daher eher unwahrscheinlich. Mit einem CT-Wert von 20,1 galt sie zwar als weniger infektiös als ich. Ihr ging es aber gesundheitlich wesentlich schlechter als mir. Mein Schwager hatte sich (eben so wenig wie mein Mann bei mir) nicht bei ihr angesteckt und brauchte somit auch nicht in Quarantäne.

Am Mittwoch, also 9 Tage nach meinem positiven Corona-Test, wagte ich einen Selbsttest. Ich fühlte mich gut und hatte sogar das Gefühl, dass ein Hauch von Kaffeeduft meine Nase umwehte. Hurra, das Ergebnis war negativ! Das half zwar nicht, um die Quarantäne zu verkürzen, aber ich hatte sofort ein viel besseres Gefühl. Mein Mann testete sich täglich und war immer negativ gewesen, aber nun mussten wir nicht mehr ständig auf Abstand leben.

Weihnachten wurde für uns sehr ruhig. Aus dem Haus durfte ich nicht und natürlich auch keinen Besuch empfangen. Es war das erste Weihnachten ohne unsere Tochter, jedenfalls seitdem wir Charlotte haben. Heiligabend verabredeten wir uns deshalb mit ihr zum gemeinsamen Essen per Skype. Wir deckten den Tisch feierlich, stellten ein Laptop auf und stießen mit ihr und einem Glas Weißwein auf Weihnachten an. 

Am 27.12., also 14 Tage nach dem positiven Schnelltest, war es dann endlich soweit! Ich hatte mich bei der St. Rochus-Apotheke in Steinheim zum PCR-Test angemeldet und konnte es kaum erwarten. Morgens um halb acht, bei Glatteis und im Stockdunkeln machte ich mich fröhlich auf den Weg. Hurra, meine Freiheit ist in greifbare Nähe gerückt! Diesmal hatte ich auch an meine Gesundheitskarte gedacht. Nach dem Test bekam ich wieder das Schreiben mit dem neuen QR-Code zum Einlesen in die Corona-Warn-App. Bin gespannt, ob es diesmal klappt… 😉

Gegen 11:00 Uhr meldete sich wieder die nette Dame vom Gesundheitsamt und erinnerte mich an den PCR-Test. Gut gemeint, aber den hatte ich ja jetzt schon. Sie drückte mir die Daumen für ein negatives Ergebnis am nächsten Tag.

Exkurs: Ich bin nun genesen, was bedeutet das?

Nachdem ich vom Gesundheitsamt mündlich aus der Isolation entlassen wurde, habe ich noch mal ein offizielles Schreiben vom Ordnungsamt erhalten. Den Nachweis, dass man nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 genesen ist, bekommt man ein paar Tage später als Schreiben vom Gesundheitsamt. Dieses Schreiben kann man – ggf. zusammen mit dem Impfausweis – bei Bedarf vorlegen. Praktischer finde ich es, wenn man sich von einer Apotheke das digitale Genesenenzertifikat anfertigen lässt. Dazu benötigt man den Nachweis vom Gesundheitsamt und seinen Personalausweis. Das funktioniert genauso wie mit dem Impfzertifikat. Man kann es anschließend anhand eines QR-Codes z.B. in die Corona-App einscannen, damit man es auf dem Smartphone dabei hat. 

Da man nach einer Infektion mehr Antikörper bildet als nach einer Impfung, ist man als Genesener besser gegen eine erneute Corona-Infektion geschützt. Wer es genau wissen möchte, könnte beim Arzt einen Covid-19-Antikörper-Test machen. Leider ist der aber momentan noch nicht sehr aussagekräftig. Es gibt zur Zeit keine zuverlässigen Erkenntnisse darüber, ab welchem Antikörperwert man ausreichend geschützt ist. Sinn macht solch ein Test ggf. für jemanden, der noch gar keine Impfung erhalten hat. Sollten sich Antikörper gegen SARS-CoV-2 im Blut befinden (egal wie viele) war man möglicherweise infiziert ohne Krankheits-Symptome entwickelt zu haben. Das ist jedoch nur eine Momentaufnahme, auch diese Antikörper bauen sich natürlich mit der Zeit ab. Wie mir das Gesundheitsamt mitteilte, habe ich durch meine Erkrankung vermutlich so viele Antikörper gebildet, dass ich eine Booster-Impfung ggf. erst in 6 Monaten in Betracht ziehen brauche.

Heute ist offiziell der letzte Tag meiner Quarantäne. Von der St. Rochus-Apotheke wusste ich schon, dass das Ergebnis meines PCR-Tests bei einem CT-Wert von 33,2 liegt. Eigentlich soll man ab einem CT-Wert von 30 aus der Quarantäne entlassen werden. Aber im Moment liegt wegen der Omikron-Variante eine große Verunsicherung vor und man hört täglich von neuen Werten. Ich wartete also ungeduldig auf den Anruf vom Gesundheitsamt. Der erfolgte gegen Mittag und traf mich wie ein Schock: ich sollte für eine weitere Woche in Quarantäne, bis der CT-Wert auf über 35 gestiegen ist. Ich bin zwar nicht mehr infektiös, aber immerhin sind noch Viren nachweisbar. Eine weitere Woche!!! Mir war echt zum Heulen. 10 Minuten später klingelte das Telefon noch mal und die Dame vom Gesundheitsamt meldete sich wieder. Sie hatten sich nochmals besprochen und meine Quarantäne nur für einen weiteren Tag verlängert. Hurra, morgen bin ich endgültig frei!!!

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Naturheilpraxis St. Rochus

Schulstraße 24

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Tel.: 0160 2286918

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