Hanf und veganer Hanfkuchen

Der Hanf ist eine der ältesten Nutzpflanzen der Erde und schon seit über 4.000 Jahren als Heilpflanze bekannt. Verwenden kann man die gesamte Pflanze, die Samen, die Blätter und Blüten sowie den Stängel. Aus dem Stängel werden Fasern gewonnen, aus denen man z.B. Seile, Baustoffe oder Kleidung anfertigen kann. Aus den Samen wird das Hanföl gepresst und aus den Blättern und Blüten Arzneiöle wie das CBD-Öl. Haschisch und Marihuana werden ebenfalls aus den Blättern und Blüten gewonnen.

Die Rauschwirkung entsteht durch einen hohen THC-Gehalt in Blättern und Blüten. THC ist die Abkürzung für Tetrahydrocannabinol, das ist ein Cannabinoid. Der ist je nach Qualität unterschiedlich und liegt zwischen 3% und 20%. Nutzpflanzen, wie sie hier in der Gegend angebaut werden, sind eine spezielle Züchtung. Die Blätter haben einen THC-Gehalt von maximal 0,2%. Man müsste also schon ein ganzes Feld rauchen, um sich eine Wirkung einbilden zu können. Der Unterschied zwischen dem Hanföl, das man als Speiseöl verwendet, und dem CBD-Arzneiöl ist also, dass das Hanföl aus den Samen und das CBD-Öl aus den Blättern und Blüten gewonnen wird. Das Hanföl enthält von Natur aus keine Cannabinoide. Das CBD-Öl enthält zwar Cannabidiol (CBD), deshalb wirkt es entspannend und schmerzlindernd, aber aufgrund eines speziellen Verfahrens, bei dem der Wirkstoff herausgelöst wird, hat es keine berauschende Wirkung.

Ich verwende sehr gerne das Hanföl. Es hat einen nussigen Geschmack und ist aufgrund seines hohen Anteils an mehrfach ungesättigten Fettsäuren ebenso gesund wie Leinöl. Außerdem wird es bei uns in Steinheim hergestellt und ist somit unschlagbar, wenn es um den ökologischen Fußabdruck geht. Besonders lecker schmeckt Hanföl im Möhrensalat. Weil ich aber noch etwas Hanföl und einen Rest Hanfsamen übrig hatte, bin ich heute mal kreativ geworden und haben einen Schoko-Hanf-Kuchen gebacken. Hier ist das Rezept:

Schoko-Hanfkuchen

Schoko-Hanf-Kuchen vegan

Wenn ihr diesen Kuchen mit Hanföl und Vollkornmehl backt, schmeckt er sehr schön nussig, obwohl er keine Nüsse enthält. Den Kuchen darf man nur bei 160°C backen, weil sonst die wertvollen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren, des hochwertigen Hanföls zerstört werden.

Zutaten:

Die Zutaten sind für eine kleine Springform (18-20 cm Durchmesser). Für eine große Springform (26 cm Durchmesser) einfach die doppelte Menge nehmen.

  • 125 ml Hanföl
  • 125 g Rohrohrzucker
  • 250 g Vollkorn-Dinkel-Mehl
  • 2 EL Kakaopulver (Backkakao)
  • 2 EL Hanfsamen
  • 2 EL Chiasamen oder Leinsamen
  • 1 Tütchen Backpulver

Zubereitung:

Die Chiasamen (Leinsamen) in ein Glas Wasser geben und quellen lassen. Den Backofen auf 160°C vorheizen.

Hanföl und Zucker gut vermischen, die gequollenen Chiasamen hinzugeben und mischen. Mehl, Kakaopulver, Hanfsamen und Backpulver vermischen und zu den übrigen Zutaten geben. Alles gut verrühren. Den Teig in die Backform geben und ca. 1 Stunde im Backofen backen. Abkühlen lassen und evtl. mit Puderzucker bestreuen.

Guten Appetit!

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