Wiesen-Bärenklau oder Riesen-Bärenklau?

Der Bärenklau (Heracleum) gehört zur Familie der Doldenblütler. Weil die Blätter Tierfüßen ähneln, hat die Pflanze den Namen `Bärenklau´, also `Bärenklaue´ erhalten. Der wissenschaftliche Name `Heracleum´ leitet sich von dem griechischen Sagenheld Herakles ab.

Der Wiesen-Bärenklau (Heracleum sphondylium) ist im Gegensatz zum Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum) bei uns heimisch.

Der Riesen-Bärenklau wurde aus dem Kaukasus nach Europa eingeschleppt. Weil er mit einer Höhe von bis zu 5 Metern und einem Stängel mit einem Durchmesser von 10 cm sehr imposant wirkt, wurde er als `Herkulesstaude´ in Botanischen Gärten angepflanzt. Leider hat man dabei übersehen, dass er bis zu 30.000 Samen pro Blütendolde produziert, so dass er sich rasant verbreiten konnte. Er verdrängt heimische Arten und seine phototoxische Wirkung ist eine Gefahr für die menschliche Gesundheit. Der Riesenbärenklau enthält Furanocumarine in einer hohen Konzentration. Die Berührung dieser Pflanze im Zusammenhang mit Sonnenbestrahlung löst beim Menschen Verbrennungen aus.

Sein kleiner Bruder, der Wiesenbärenklau, enthält nur eine geringe Konzentration an Furanocumarinen und ist deshalb für die meisten Menschen ungefährlich. Empfindliche Menschen sollten beim Pflücken oder bei der Zubereitung der Pflanze trotzdem sicherheitshalber Handschuhe tragen. Der Wiesenbärenklau wird nur bis zu 1,50 Metern hoch und hat im Gegensatz zum Riesanbärenklau einen behaarten Stängel. Den Stängel und die Blätter kann man roh oder gekocht essen. Die Samen kann man zum Brot backen verwenden oder einen Likör ansetzen.

Früher wurde der Wiesenbärenklau in der Geburtsheilkunde eingesetzt, möglicherweise bezieht sich der Name `Bärenklau´ auch auf `gebären´.

 

Wiesenbärenklau-Likör

  • 1 Flasche Korn 38%
  • Samen von 2 großen Dolden Wiesenbärenklau
  • Abgeriebene Schale einer Bio-Orange
  • 1 Vanillestange
  • 4 Esslöffel Zucker

Alles zusammen in ein großes Einmachglas geben und 3 Wochen durchziehen lassen. Dann durch ein Sieb geben und in eine Flasche füllen.

Wiesenbärenklaulikör

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